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1996 erkrankte ich an einer seltenen Neurologischen Krankheit, dem

    Guillain - Barré - Syndrom ( GBS )

Informationen unter    www.gbs-Initiative.de

Durch die schnelle und richtige Behandlung im St. Josef - Hospital zu Bochum, wurde die Krankheit gut behandelt. Ich kann zwar keine großen Strecken bewältigen, oder mich lange auf den Beinen halten, aber man lernt mit der Krankeit zu "leben"

Es erkranken im Jahr ca. 1 - 2 Personen pro 100.000 Einwohner am GBS.

Die Krankheit macht vor keinem Alter halt. Wir haben in der Selbsthilfegruppe ( SHG ) Kinder, Erwachsene und ältere Menschen.

Der Auslöser des GBS ist leider noch nicht bekannt. Es kann nach einer Grippe und / oder Impfung ausgelöst werden, aber auch nach Erkrankung des Magen -Darm Traktes. Auch wenn das Immunsystem geschwächt ist, kann es zur Auslösung des GBS kommen.

Schwäche und oder Kribbeln in den Beinen, können ( muß aber nicht ) erste Anzeichen des GBS sein. Auf alle Fälle sollte man einen ( guten/ erfahrenen ) Neurologen aufsuchen.

                                       

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                                       Geschichte des GBS

1859 bschrieb ein französischer Arzt mit Namen B.O. Landry eine Nervenstörung, die Arme,Beine, Nacken und Atemmuskeln betreffen.

Nachdem ein deutscher Arzt, Heinrich Irenaeus Quincke, die Lumbalpunktion im Jahre 1891 erfunden hatte, konnten die Pariser Ärzte Georg Guillain, Jean Alexander Barré und Andre Strohl im Jahr 1916 diese Punktion verwenden, um eine Abnormalität eines erhöhten Eiweißspiegels aufzeigen. Von diesen Ärzten wurden dann aber nur die Namen Guillain und Barré übernommen. Bei Forschungen fand man heraus, dass auch die Nerven des Rachens, des Herzens, der Blase und der Augen betroffen sein können.

                                            

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Das Guillain-Barré Syndrom (GBS) und chronische inflammatorische demyelinisierende Poliyneuritis (CIDP)

(Auszug aus dem GBS-Magazin 03/2003 von Prof.Dr.med. Peter Berlit, Neurologische Klinik und klinische Neurophysiologie im Alfred Krupp-Krankenhaus 45117 Essen )

Das GBS ist diejenige neuroimmunologische Erkrankung, bei der auch nach Kriterien der evidenzbasierten Medizin die gesicherte Indikation für den Einsatz von Immunglobulinen gegeben ist. In mehreren randomisierten und kontrollierten Studien wurde gezeigt, dass IVIg ebenso wie die Plasmaseparation in der Lage sind, den Gesamtverlauf und die Zeit einer etwaigen Respiratorpflicht signifikant zu verkürzen.

Bei der chronischen Variante des GBS, der chronischen inflammatorischen demyelinisierenden Polyneuritis (CIDP) wurden IVIg in mehreren unkontrollierten Studien eingesetzt mit Responderraten zwischen 60 und 80 %. In wenigen randomisierten placebokontrollierten Studien waren die Ergebnisse nicht einheitlich. Ein Effekt von IVIg bei der CIDP ist insbesondere dann zu erwarten, wenn die Krankheitsdauer kürzer als ein Jahr ist, eine progrediente Symptomatik bis zum Ende der Behandlung besteht, sowohl Arme als auch Beine von Paresen betroffen sind, eine Areflexi vorliegt und die mototische Nervenleitgeschwindigkeit des N. medianus versangsamt ist.

Leitsymptom des GBS ist die rasch progrediente Tetraparese, welche meist an den unteren Extremitäten beginnt und bis zur Tetraplegie mit Atemlähmung fortschreiten kann ( sogenannte Landry Paralyse). Typischerweise wird das akute Krankheitsbild im Gefolge einer viralen oder bakteriellen Infektion gesehen, das Maximum der neurologischen Ausfälle wird innerhalb von 4 Wochen erreicht und es kommt nach Erreichen einer Plateauphase zu einer spontanen Besserung der Lähmungserscheinungen. Die meist weitgehend symmetrischen Paresen aller vier Extremitäten sind häufig von leichten sensiblen Syntomen begleitet, Hirnnervenausfälle - insbesondere bilaterale Paresen des N. facialis - und autonome Dysfunktion sind häufig.

Die Mehrzahl aller Patienten mit GBS zeigt den charakteristischen Liquorbefund einer zytoalbuminären Dissoziation, d.h. es findet sich ein hohes Liquoreiweiß bei normaler Zellzahl.

Den vollen Wortlaut erhalten sie bei der GBS-Selbsthilfegruppe.                         

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Das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) wird auch als "akute idiopatische Polyneuritis" bezeichnet. Es ist eine entzündliche Erkrankung der peripheren Nerven. Charakteristisch beginnt das GBS einige Tage oder Wochen nach einer Infektion mit allgemeiner Schwäche, zunehmenden Empfindungsstörungen und Lähmungserscheinungen in Beinen und Armen. Gelegentlich wird auch die Atemmuskulatur betroffen. Eine Behandlung erfolgt normalerweise mit Plasmapherese oder Immunglobulinen auf der Intensivstation. Innerhalb von 4 Wochen wird im Allgemeinen der Höhepunkt der Krankheit, die Plateauphase, erreicht.Die meisten Patienten können gesundheitlich wieder völlig hergestellt werden. Das kann jedoch Monate oder Jahre dauern. Einige Betroffene behalten Langzeitschäden zurück.

CIDP , ist die chronische Variante des GBS.

Miller-Fischer-Syndrom ( MFS) befällt hauptsächlich die Gesichtsnerven, insbesondere die Nerven zur Funktion der Augenbewegungen. MFS ist eine überlappende Form des GBS und wird ähnlich behandelt-

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Die nachfolgenden Aussagen, sind aus einer Broschüre der Firma Biotest. Diese Firma hat zwei sehr gute Broschüren zum Thema GBS herrausgegeben. ( Für die Richtigkeit der Aussagen, werden keine Garantie übernommen )

Chronische inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie  (CIDP )

Die CIDP ist eine seltene, autoimmunbedingte, entzündliche Polyneuropathie mit unbekannter Ätiologie. Ihr Anteil an den entzündlichen demyelinsierenden peripheren Neuropathien beträgt ungefähr 3 %.

Die Inzidenz wird mit 0,5 Fällen pro 100.000 Einwohner angegeben. Es können sowohl Kinder als auch Erwachsene betroffen sein.

Diagnostik und klinische Syntome

Die Meinung darüber, ob die CIDP eine Variante des GBS oder eine eigenständige Krankheit ist, gehen noch immer auseinander. Zwischen beiden Erkrankungen gibt es Unterschiede hinsichtlich des zeitlichen Ablaufs, des Einflusses von Infektionen und der Ansprechbarkeit auf Therapien. Die zugrunde liegenden Pathomechanismen sind jedoch sehr ähnlich.

Im Gegensatz zum GBS erfolgen die pathologischen Veränderungen langsam und erreichen oftmals erst nach mehreren Monaten ihren Höhepunkt. Einen chronisch monophasischen Beginn kann ein langsam progredienter ( CP-CIDP ) oder ein schubförmiger Verlauf folgen.

Die Erkrankung verläuft meist monophasisch, langsam progredient über Monate und ist bei rund einem Drittel der Pantienten von Schüben begleitet.

Charakteristisch sind die symmetrisch proximale und distale Schwäche sowie Hyporeflexie oder Areflexie. In der Regel ist die Funktion motorischer Nerven beeinträchtigt. Nur bei 6-15 % der Patienten zeigt sich eine Beteiligung sensorischer Nerven. Aufgrund von Demyelinisierungen ist die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) verringert und es kommt zu partiellen Leitungsblöcken.

In den meisten Fällen findet sich eine Erhöhung des Proteingehaltes der cerebrospinalen Flüssigkeit ( CSF) auf _> 50 mg/dl

Der ganze Bericht hat 8 Seiten. Diese hier reinzustellen, würde viel Mühe bedeuten. Ich bin aber gerne bereit, Kopien zu erstellen. Senden Sie mir bitte einen mit 1,45 € frankierten und mit Ihrer Anschrift versehenen DIN A 4 Umschlag. Meine Adresse bekommen sie durch das Kontakformulat auf der Hauptseite, der Impressum Seite, oder senden sie mir eine E- Mail.

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